Es gibt zwei Arten ein Gewinde mit maschineller Vorbeschichtung zu sichern. Die klebende und klemmende Schraubensicherung.
Klebende Beschichtung (Mikroverkapselung)
Beim Einschrauben in das Gegengewinde werden die Mikro-Kapseln durch Druck und/oder Scherbeanspruchung zerstört. Dabei wird der in den Kapseln enthaltene Klebstoff und Härter freigesetzt und gemischt, so dass es zu einer chemischen Reaktion kommt, der Klebstoff aushärtet und die gewünschte Sicherungswirkung sowie eine zusätzliche Dichtwirkung erzielt wird. Die Aushärtung beginnt kurz nach der Montage, eine vollständige Aushärtung ist nach 24 Stunden vorhanden, kann aber durch Temperaturbeaufschlagung beschleunigt werden. Mikroverkapselte Gewindesicherungen sind nur 1x verwendbar.
Anforderungen nach DIN 267 Teil 27 nach System
- 3M 2353 Scotch Grip 2353, blau
- Precote 80, rot
- Precote 85, türkis
Andere, nicht genormte Systeme
Klemmende Beschichtung
Bei der klemmenden Beschichtung wird ein Kunststoff auf einen Teil des Gewindes aufgebracht, der beim Einschrauben eine klemmende Wirkung erzeugt. Der axiale Spielraum zwischen Schrauben- und Mutterngewinde wird durch den Kunststoff ausgefüllt und erzielt dadurch eine hohe Flächenpressung zwischen den gegenüberliegenden, unbeschichteten Gewindeflanken. Diese Verbindung verhindert das Loslösen bei dynamischer Belastung. Klemmende Beschichtungen sind mehrfach wieder verwendbar.
Anforderungen nach DIN 267 Teil 28 nach System
- Polyamid-Fleck/Rundum, blau/rot
- TufLok-Fleck/Rundum, blau
- Clemm-Loc, braun
Andere, nicht genormte Systeme